Die Elite der UCI WorldTour beim Radklassiker

Die 59. Ausgabe von Eschborn-Frankfurt bietet den Profis den gewohnt selektiven Kurs durch den Taunus. Das WorldTour-Rennen steht in einer Reihe mit den großen Klassikern im internationalen Radsportkalender und markiert das Finale der Frühjahrs.

Ackermann siegt im Sprint vor Degenkolb & Kristoff

Mit Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) gewinnt zehn Jahre nach Fabian Wegmann wieder der deutsche Meister beim Traditionsrennen Frankfurt-Eschborn. Der Sprinter setzte sich bei der 58. Austragung des deutschen Klassikers nach 187,5 Kilometern an der Alten Oper in Frankfurt im Sprint vor Lokalmatador John Degenkolb (Trek-Segafredo) und Seriensieger Alexander Kristoff (Team UAE Emirates) durch.

 „Ich habe aktuell einfach unglaublich viel Spaß am Radsport. Das kann man glaube ich auch sehen. Das Selbstvertrauen kommt aber auch von meinen Teamkollegen. Wir fahren die Rennen mittlerweile lieber von vorne und zeigen Präsenz. Das motiviert mich auch für das Finale. Der Sprint war allerdings etwas früh für mich, aber Kristoff kam dann von hinten an mir vorbei und war der perfekte Anfahrer. Die anderen haben in den Anstiegen etwas Probleme bekommen, ich habe mich aber sehr gut gefühlt. Daher habe ich mir gedacht, ich ziehe mein Ding durch und habe nicht mehr auf die anderen geschaut. Und ich wusste aus den vergangenen Wochen und meinem Training, dass ich eine sehr gute Form habe“, sagte der Sieger Ackermann nach 4:23:26 Stunden Fahrzeit im Ziel. Der letzte Sieger im deutschen Meistertrikot in Frankfurt war Fabian Wegmann 2009. Für Ackermann bedeutete der Sieg außerdem eine gelungene Generalprobe für sein Debüt beim Giro d’Italia am 11. Mai.

„Ich hatte unterwegs in den Anstiegen ein paar Probleme, meine Teamkollegen mussten mich zweimal ins Hauptfeld zurückbringen. Ich hatte nicht die besten Beine und auf den Finalrunden in Frankfurt habe ich auch noch Krämpfe bekommen, daher hatte ich nicht das beste Gefühl im Sprint. Aber ich habe es dennoch aufs Podium geschafft, damit bin ich zufrieden. Gegen die anderen Jungs auf dem Podium hatte ich heute keine Chance. Ich werde nächstes Jahr zurückkommen und versuchen, wieder zu gewinnen“, sagte hingegen Kristoff. Der geschlagene Norweger hatte zuletzt den deutschen Klassiker viermal in Folge gewonnen. Fünf Siege in Serie bei demselben Klassiker waren noch nie einem Fahrer in der Radsport-Geschichte gelungen.

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