Frankfurter Innenstadt wird zur Bühne für den Radsportnachwuchs

2 Mai 2026 - 15:18

Während die Profis um den Sieg beim Radklassiker Eschborn–Frankfurt kämpften, gehörte die große Bühne in der Frankfurter Innenstadt auch dem Nachwuchs: Rund 450 Kinder und Jugendliche haben am 1. Mai und um den Opernplatz gezeigt, wie lebendig, vielfältig und mitreißend der Radsport von morgen ist.

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Leidenschaft und welchem Ehrgeiz die jungen Sportlerinnen und Sportler rund um den Opernplatz an den Start gehen“, sagte Nathanael Bank, Head of Eschborn-Frankfurt. „Diese Wettbewerbe sind ein zentraler Bestandteil unseres Events und zeigen, wie lebendig und vielfältig der Radsport ist. Unser besonderer Dank gilt den zahlreichen Helfenden sowie unseren Partnern und Sponsoren, die diese Wettbewerbe möglich gemacht haben und dem Nachwuchs eine Bühne im Rahmen eines internationalen Top-Events bieten.“

Im Mittelpunkt stand der Süwag Energie Nachwuchs-Cup, bei dem die Altersklassen U11 bis U17 unter professionellen Bedingungen auf einem anspruchsvollen Rundkurs an den Start gingen. Vor zahlreichen Zuschauer:innen lieferten sich die 154 jungen Talente packende Rennen mit hohem Tempo und viel Rennintelligenz.

Zunächst starteten bei besten äußeren Bedingungen die Klassen U11 und U13 auf die 19,8 Kilometer Strecke. In der U13-Klasse überquerten im Sprint drei Fahrerinnen zeitgleich nach 35:11 Minuten die Ziellinie. Im Foto-Finish siegte Mila Katharina Stier (RSV Unna 1968 e.V.) vor Lili Beck (LPM Luxembourg) und Leni Schiweck (RSV Erzgebirge e.V.). Bei den Jungs schaffte es Erik Dambacher (RV Vorwärts Mehlingen 1906 e.V.) vor dem zeitgleichen Vincent Laurin Sticha (Team Pfälzer Land e.V.) nach 33:59 Minuten als schnellster ins Ziel – ebenfalls in einem Foto-Finish. In der U11-Wertung der Jungs siegte Pepe Reinhardt (Sportclub Berlin e.V. – Abt. Radsport) nach 37:47 Minuten in einem Vierer-Foto-Finish vor den zeitgleichen Karl Hesse (RSC Waltershausen-Gotha e.V.), Marcel Garbas (Melsunger TG 1861 – Radsport) und Leonard Dambacher (MSC Mithras Schwarzerden e.V.). Emma Zuzicova (RSG Frankfurt 1890 e. V.) errang in 40:50 Minuten den Sieg unter den Mädchen.

Anschließend gingen die älteren Jahrgänge U15 und U17 auf die doppelte Distanz. Auch über die 39,6 Kilometer begeisterten Tempoverschärfungen und taktische Finesse das Publikum. Am Ende triumphierten in der U15-Klasse bei den männlichen Teilnehmern Max Annen (RSG Nordheide e.V.) mit 59:10 Minuten und bei den weiblichen Greta Kunz (VfR Baumholder 1886 e.V. – Abteilung Radsport) in 1:02:36 Stunden.

In der U17-Klasse hatte Nachwuchsfahrer Charly Goffaux (Sprint 2000 Charleroi ASBL) seinen Vorderreifen am Ende doch schneller über der Ziellinie geschoben als der zeitgleiche Eliott Richard (Team Houdart CCE). Beide fuhren die Strecke in 53:52 Minuten. Noch enger wurde es auf dem Podium der Nachwuchsfahrerinnen. Gleich vier von ihnen sprinteten in derselben Zeit von 54:04 Minuten ins Ziel: Frida Heim (RSG Frankfurt 1890 e.V.) siegte dabei im Foto-Finish vor Victoria Liebhaber (RSG Hannover), Emilia Pauli (RC Wanderlust Koblenz-Arzheim 1926 e.V.) und Kea Hammerl (SSV Gera 1990). Für viele der jungen Athlet:innen ist der Süwag Energie Nachwuchs-Cup ein erster Schritt in Richtung Leistungssport und ein unvergessliches Erlebnis auf großer Bühne.  

Radspaß ohne Leistungsdruck

Besonders fröhlich und bunt ging es bei der „kinder Joy of Moving mini tour“ auf dem Opernplatz zu.  Vom Laufradrennen der Jüngsten bis zur bunten Bike-Parade mit Ex-Radprofi Jens Voigt stand hier vor allem die Freude an Bewegung im Vordergrund. Rund 300 Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren gingen an den Start. Unter dem Jubel des Publikums drehten die Kinder ihre Runden und sammelten erste Erfahrungen im Straßenradsport. Die Veranstaltung setzt gezielt auf spielerische Nachwuchsförderung und vermittelt früh die Begeisterung für das Radfahren, ganz ohne Leistungsdruck.

Ein starkes Zeichen setzte zudem das inklusive Sportangebot: Beim VGF – Alle fahren mit – Inklusionsrennen gingen 32 Schüler:innen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam an den Start. Begleitet von begeistertem Applaus entlang der Strecke zeigten sie eindrucksvoll, dass Teamgeist und Begeisterung keine Grenzen kennen.