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Die VeloTour-Wettbewerbe im redaktionellen Überblick
Kopf-an-Kopf-Rennen, knappe Siege und glückliche Gewinner
Von Christian Neubauer

Eschborn. Im Velo-Tour-Zentrum im Camp-Phönix vor den Toren von Mann-Mobilia XXL ging es rund bei „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“. Auch das phasenweise nur mäßige Wetter konnte der prima Stimmung nichts anhaben. Neben dem Familienfest mit zahlreichen Spielen, Informationsständen und leckeren Verköstigungen zeigten auch die Jedermann-Radfahrer wieder einmal eindrucksvoll, dass auch sie am 1. Mai Bestzeiten abliefern können und bescherten den zahlreichen Zuschauern tolle Rennen. Es waren 3361 Frauen und Männer bei den drei Rennen am Start.


Die Rennen im Einzelnen

42 Kilometer Frauen: Bei den Damen triumphierte Eva Triebel im ersten Rennen als die strahlende Siegerin. Nach Platz zwei im Vorjahr hatte sich die Neunkirchenerin einiges vorgenommen und siegte in 1:05:46 Sunden: „Den Regen habe ich gar nicht gemerkt. Es musste wieder Mal funktionieren.“ Eva Triebel verwies ihre Konkurrentinnen Linda Bader aus Wermeskirchen (1:07:26 Stunden) und Inge Babel aus Köln (1:07:40 Stunden) auf die weiteren Plätze.


42 Kilometer Männer: Gleich im ersten Rennen der Herren wurde es richtig eng. Auf der Zielgeraden hatte Christof Schuck aus Leverkusen ganz knapp die Nase vorn und setzte sich in 1:03:28,7 Sunden mit jeweils einer hundertstel Sekunde vor Christian Weis (Höhenkirchen) und Jakob Breu durch, die auf den Plätzen zwei und drei folgten. Dass er das Rennen noch als Sieger beenden würde, damit hatte Christof Schuck nach 15 Kilometern nicht mehr gerechnet, da war er nämlich gestürzt. „Ich dachte schon, das ist gelaufen“, musste der Gewinner zugeben. Er kämpfte sich aber wieder heran und wusste genau „dass es ein Kopf an Kopf-Rennen“ wird. Auf der Zielgeraden schlug Schuck dann zu: „Ich habe im richtigen Moment attackiert.“


70 Kilometer Frauen: Nach einem Unfall in ihrem letzten Rennen, von dem Lena Baisch noch immer gekennzeichnet war, wollte die Kölnerin beim Rennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ eigentlich „nur heil ins Ziel kommen“. Daraus wurde in 1:47:02 Stunden der verdiente Sieg bei den Frauen. Gleich am Anfang setzte sie sich ab und konnte - trotz siebenmaligem Absteigen aufgrund diverser Stürze - nicht mehr eingeholt werden. Lena Baisch verwies Nadja Schwarz aus Oberasbach (1:47:14 Stunden) und Uta Schicketanz aus Bad Liebenwerda (1:50:04 Stunden) auf die weiteren Plätze.


70 Kilometer Männer: Auf der Zielgeraden wurde es zwar eng, trotzdem hatte Sieger Steffen Brehme aus Erfurt alles im Griff. Immerhin beherrscht er den Sprint als ehemaliger Bahnfahrer wie kaum ein anderer. „Gleich nach dem Start wurde richtig losgelegt. Nach dem ersten Anstieg wusste ich, das kann was werden“, beschrieb der Gewinner den Rennverlauf. Im Schlussspurt behielt Steffen Brehme in 1:45:34.4 Stunden eine hundertstel Sekunde vor Martin Halle aus Wörlitz die Oberhand. Ein Novum: Der Steinheimer Marc Loew belegte gemeinsam mit Ralf Wömer und einem weiteren Fahrer, der nur die Startnummer 8181 angegeben hatte, in 1:45:34,7 Stunden Rang drei.


103 Kilometer Frauen: In Starblock B gestartet, pirschte sich Verena Weise nach wenigen Kilometern an die Spitze. Am Feldberg setzte sie sich dann von ihren Konkurrentinnen ab und ließ sich nicht mehr einholen. „Der Feldberg liegt mir“, verriet die Solingerin, die in 2:48:26 Stunden triumphierte. Platz zwei belegte Katharina Garus aus Köln in 2:52:42 Stunden, die damit auch die Führung in der German-Cycling-Challenge übernahm. Rang drei sicherte sich Sylvia Stabel aus Schleiden in 2:53:59 Stunden.


103 Kilometer Männer: Der Chemnitzer Sandro Kühmel hatte bei der längsten Strecke der Herren den längsten Atem. „Am Feldberg gab es ein sehr zügiges Tempo“, berichtete der Sieger. Als sich drei Fahrer absetzten, verfolgte er das Trio alleine und schaffte den Anschluss. Auf der Zielgeraden „hatte ich die schnellsten Beine“, berichtete Sandro Kühmel von seinem beeindruckenden Schlusssprint. Er siegte in 2:37:04 Stunden ganze zwei hundertstel Sekunden vor Nico Wernicke aus Hollstadt und dem Neunkirchener Norbert Seewald, der in 2:37:13,4 Stunden Rang drei belegte.
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