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Die Sieger der VeloTour
Viel Spannung und knappe Entscheidungen bei den "Jedermännern"
Ergebnisse

Das neue Rennzentrum der VeloTour in Eschborn bei Mann-Mobilia stand dem alten im Main-Taunus-Zentrum um nichts nach. Die „Jedermänner“ fühlten sich in ihrer neuen Heimat sichtlich wohl und lieferten tolle Rennen über diesmal 42, 74 und 103 Kilometer. Am Start waren 2970 Frauen und Männer.


Die Sieger der VeloTour:

42 Kilometer Männer: Knapper hätte das erste Rennen der VeloTour nicht enden können. Auf der Zielgeraden setzte sich Reiner Ploem aus Bonn ganz knapp in 1:03,22.7 Stunden durch und verwies seine beiden Konkurrenten Sascha Durrer aus Worms (1.03,22.8 Stunden) und Lukas Melder aus Darmstadt (1.03,22.9 Stunden) auf die Plätze. Eigentlich habe ihm die Strecke nicht so sehr gelegen, gestand der Sieger. Doch durch fleißige Recherche habe er sich bestens auf den neuen Kurs vorbereitet. „Ich habe mir die Strecke im Internet auf der Homepage ganz genau angeschaut", sagte Polem,"400 Meter vor dem Ziel habe ich mir gesagt: ,Jetzt oder nie’.“ Im Schlusssprint setzte sich der Bonner dann hauchdünn vor seinen Verfolgern durch. „Es ist einfach schön, ein Traum“, freute sich der 39-Jährige im Ziel.

42 Kilometer Frauen: Marion Schmid hatte gar nicht richtig registriert, dass sie die schnellste Frau über die 42 Kilometer war. Nach 1:08,23 Stunden war sie wieder zurück auf dem Gelände von Mann-Mobilia und stellte fest, dass sie gewonnen hatte. „Ich dachte, ich hätte mich verfahren. Eigentlich lief es gar nicht so gut. Es war stressig wie immer. Man fährt sich kaputt“, berichtete die Mannheimerin. Umso mehr freute sie sich über ihren Überraschungssieg. Die weiteren Plätze belegten Eva Treibel aus Neunkirchen in 1:09,42 Stunden und Nicole Berensmeier aus Ismaning in 1.10,22 Stunden.

74 Kilometer Männer: Das Rennen war lange offen. Wenige Kilometer vor dem Ziel setzten sich zwei Fahrer ab, doch das war zu früh. „Wir haben sie noch eingeholt“, berichtete der Sieger Matthias Holl. Nachdem die Ausreißer eingefangen waren, sei das Rennen erst richtig losgegangen. Im Vorjahr belegte der Nürnberger noch Rang 22, diesmal fuhr er allen davon. Im Schlusssprint verwies Matthias Holl (1.49,32.6 Stunden) seine Konkurrenten Uwe Zenker aus Walshausen (1.49,32.7 Stunden) und Gerhard Hack aus Bad Vilbel (1:49,32.9 Stunden) auf die Plätze zwei und drei.

74 Kilometer Frauen: Bei den Damen setzte sich Birte Lauer aus Fitzbek sehr souverän durch. „Ich war in einer Super-Gruppe unterwegs“, berichtete die Siegerin. Sie war allerdings die einzige Frau in der Gruppe und wusste lange nicht, dass sie das Feld anführte. Nach 1:49,45 Stunden war ihr Sieg perfekt, und Birte Lauer freute sich riesig über ihren Erfolg. „Es war sehr angenehm, mit den Herren zu fahren“, bedankte sich Birte Lauer auch artig bei ihren „Helfern“. Den zweiten Platz belegte Dagmar Fleck aus Hemsbach in 1:55,37 Stunden vor Kati Rothe aus Freiburg (1:55,38).

103 Kilometer Männer: Das längste Rennen der Herren war fest in luxemburgischer Hand. Es siegte Claude Degano in 2:46.43 Stunden mit nur einer Hundertstel Sekunde Vorsprung auf seinem Landsmann Pascal Triebel. Dritter wurde Nino Ackermann aus Mühlhausen in 2:47.32 Stunden. (Claude Degano und Pascal Triebel wurden nachträglich disqualifiziert. Wir gratulieren dem neuen Sieger Nino Ackemann).

103 Kilometer Frauen: Bei den Damen triumphierte Ute Heres aus Eichenzell souverän. Nach etwas über drei Stunden war sie im Ziel und musste knapp fünf Minuten warten, bis die nächste Frau ankam. „Das war alles toll organisiert und hat riesig Spaß gemacht, mit den Männern zu fahren“, sagte Ute Heres, die zum ersten Mal beim Radklassiker am Start war. Auf den weiteren Plätzen folgten die Darmstädterin Susann Dietrich in 3:05.09 Stunden und Verena Kolks aus Solingen in 3:05.10 Stunden.




Stimmen zur VeloTour

Die Teilnahme beim Radklassiker in Eschborn und Frankfurt hatte Andreas Rayermann mit einem Besuch bei Freunden in Frankfurt Höchst verbunden. „Es war das Drama vom Feldberg“, schmunzelte er. Der Kölner hatte vor dem Anstieg zu viel Gas gegeben und musste dieser Anstrengung Tribut zollen: „Ich habe vier Leute überholt, wurde aber gleichzeitig von 400 überholt“, grinste Rayermann. Trotzdem hatte er für die Veranstalter nur lobende Worte parat: „Die Strecke und die Absperrungen waren super. Alles war perfekt.“ Dass Rayermann im nächsten Jahr wieder am Start ist, das steht für ihn bereits fest: „Wir kommen wieder. Ich habe noch eine Rechnung mit dem Großen Feldberg offen.“

Pech hatte Thomas Goldmann aus Lüneburg. Und dies bei seiner ersten Teilnahme am Radklassiker. Über die 103 Kilometer stürzte er und landete unsanft im Graben. Mit einigen Haut-Abschürfungen an den Beinen kam er im Ziel an und freute: „Die Veranstalter haben das gut hinbekommen. Das war ein gutes Rennen.

Für Silvia Kraus war der Weg vonHöchst nach Eschborn nicht weit. Das neue Rennzentrum bei „Mann-Mobilia“ gefiel ihr sehr: „Hier ist es schöner und größer. Das war einwandfrei.“ Eigentlich wollte sie die Strecke über die 74 Kilometer meistern, wurde dann aber auf die 42 Kilometer umgeleitet. „Trotzdem hat es Spaß gemacht. Ich bin nächstes Jahr sicher wieder dabei“, freute sich die passionierte Radlerin über ein tolles Rennen.

Brigitte Poths entschied sich ebenfalls für die 42-Kilometer-Strecke und zeigte sich von der Disziplin der Skater beeindruckt. „Die haben das hervorragend gemacht. Der Kurs erschien mir schwieriger als in den Jahren zuvor. Die Umgebung war sehr abwechslungsreich“, berichtete Brigitte Poths. Die Idsteinerin war begeistert, wie die Veranstalter auch den Umzug nach Eschborn meisterten: „Ich muss die Menschen, die das hier organisieren, ganz besonders loben.“

Julia Fleischmann und Christine Schinkel aus Frankfurt hörten erst vor kurzem von dem berühmten Radrennen. „Wir wollten einfach mal schauen, ob wir das schaffen“, erklärte Christine Schinkel. Nachdem die beiden die 42 Kilometer locker hinter sich brachten, steht fest, dass sie auch nächstes Jahr in Eschborn am Start sein werden. „Dann fahren wir vielleicht die 103 oder doch lieber nur die 74 Kilometer“, sagte Julia Fleischmann.

„Das gute Wetter hat geholfen“, war Kevin Hausauer aus Berstadt von der Premiere von „Eschborn-Frankfurt City Loop“ begeistert. „Der Anfang war schwer. Einige Straßen sollten noch repariert werden. Es hat wie immer viel Spaß gemacht, und die Beschilderung war prima“, meinte Hausauer, der schon zum siebten Mal beim Radklassiker gestartet war.

Alexander Ohlah hatte schon öfter für das Henninger-Rennen gemeldet, nun hatte er seinen Freund Benedikt Hamm überredet mitzufahren, der seine Teilnahme nicht bereute. „Das erste Rennen ist eine ganz tolle Erfahrung“, meinte Hamm. Beide werden im nächsten Jahr wieder mit von der Partie sein. „Jetzt haben wir die zwei Stunden gepackt. Mal schauen was nächstes Jahr kommt“, erklärte Ohlah.
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