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510 Starter im Main-Taunus-Zentrum von Sulzbach |
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Bernhard Krempl gewinnt Premiere der 1. Rhein-Main Skate-Challenge |
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Ergebnisse
Skate-Teams
Bernhard Krempl sorgte bei der 1. Rhein-Main Skate-Challenge im Rahmen des Radklassikers „Rund um den Henninger-Turm“ für einen bayrischen Sieg. Nach 74 Kilometern überquerte der 23-jährige amtierende Deutsche Marathonmeister vom Subaru-Bont-Team als Erster die Ziellinie im Main-Taunus-Zentrum von Sulzbach.
Dem Gewinner der Challenge waren mit einer Zeit von 1:57 Stunden und einem Stundenmittel von knapp 38 Kilometern die Strapazen des Rennens bei fast sommerlichen Temperaturen deutlich ins Gesicht geschrieben. Mehr als eine Minute hatte Krempl am Ende gegen den Zweitplatzierten Heinz Zimmermann aus Österreich vom Rollerblade Speedodrom-Team herausfahren können. Platz drei ging in einer Zeit von 1:58 Stunden an Michael Puderbach vom Experts-Race-Team. Auch die Damen nahmen die Herausforderung über die Langdistanzstrecke von 74 Kilometern an. Hier rollte nach 2:19 Stunden überglücklich Sarah Stangl vom Zepto-Skate-Team als Erste durch den Zielbogen, hauchdünn gefolgt von Michaela-Heinz-Gerten (Speed-Team-Franken) sowie Annette Frik, die den Doppelerfolg des Zepto-Skate-Teams komplettierte.
<Über die 35-Kilometer-Distanz dominierten ebenfalls die Farben Gelb des Zepto-Skate-Teams: Bereits kurz nach dem Start war es mit den beiden Deutschen Nico Wieduwilt und Lokalmatador Pascal Ramali sowie dem Belgier Ferre Spruyt drei Fahrern gelungen, sich vom Verfolgerfeld zu lösen. Mehr als acht Minuten hatte diese Dreiergruppe im Ziel nach 55:35 Minuten auf ihre Verfolger herausfahren können. Ramali siegte vor Wieduwilt und Spruyt und war überglücklich, seiner Favoritenrolle gerecht geworden zu sein, obwohl sein Start nach einem Sturz am vergangenen Wochenende beim internationalen Kriterium in Groß-Gerau kurzzeitig gefährdet war. Susi Eigler vom Rollerblade Speedodrom Austria gewann diese Strecke bei den Damen vor Erika Koch (K2-Edition-2007/BGGG) und Wienke Wannegat (Team Der Rollenshop).
Insgesamt nahmen bei der 1. Rhein-Main Skate-Challenge 510 Skaterinnen und Skater die Strecke unter ihre Rollen.
Skater gegen Radfahrer: René Enders gewinnt das Duell über 100 Meter
 | | Hauchdünn: So sehr sich Skater Matthias Schwierz auch streckt, der dritte und entscheidende Durchgang über 100 Meter auf der Darmstädter Landstraße wurde von seinem radfahrenden Kontrahenten René Enders gewonnen. Die Zuschauer hatten an dieser spektakulären Demonstration "Bike gegen Skate" ihre helle Freude. | Es war beeindruckend zu sehen, wie die zwei Europameister auf ihren unterschiedlichen Sportgeräten vor der Bindingbrauerei um die Wette fuhren. Matthias Schwierz auf Skates und René Enders auf dem Rad.
Gegen 15:00 Uhr fiel für die Zwei der Startschuss zum ersten Lauf. Schwierz hatte den besseren Start, Enders konterte jedoch auf den letzten Metern und zog an Schwierz vorbei. Durchgang zwei ging hauchdünn an Schwierz, der in einem spektakulären Zielspagat die Rollen vorne hatte. Den entscheidenden dritten Wettbewerb entschied Rene Enders dann für sich.
Beide Akteure zeigten sich begeistert vom Publikum am Henninger-Turm. „Die Stimmung hier ist klasse, auch wenn ich im letzten Durchgang gerne die Rollen vorne gehabt hätte“, sagte Schwierz nach dem Rennen und kündigte für kommendes Jahr eine Revanche an. Mehrere zehntausend Zuschauer verfolgten gespannt dieses ungewöhnliche Duell von zwei Rädern gegen acht Rollen.
Eine spannende Ergänzung: Neben Rädern waren auch Rollen erlaubt
Erstmals öffnete die VeloTour, das Jedermannrennen bei „Rund um den Henninger-Turm“, indirekt auch für Inlineskater ihre Pforten. Die Attraktion für die Teilnehmer der ersten Rhein-Main Skate-Challenge: Sie fuhren wie die „Jedermänner und –frauen“ auf der Strecke der Weltklasse-Radprofis. „Endlich haben wir einen Kurs gefunden, der nicht wie sonst abseits liegt und auf dem die Skater richtig angefeuert werden“, sagte Dirk May, Organisator des Tuesday Night Skating in Frankfurt, den Veranstalter Bernd Moos-Achenbach zu seiner Unterstützung gewonnen hat. „Eine Schleife durch das wunderschöne Rhein-Main-Gebiet zu fahren, hat für viele Skater einen außergewöhnlichen Reiz.“
Zwei Distanzen standen den Fahrern der 1. Rhein-Main Skate-Challenge zur Auswahl. Start und Ziel befanden sich wie bei der VeloTour im Main-Taunus-Zentrum. Die hügelige Strecke über 74 Kilometer war das längste Skate-Rennen in Deutschland, das nicht auf einem Mehrfachrundkurs gelaufen wird. Sie führte durch die schönen Landschaften des Vordertaunus, historische Ortschaften wie Hattersheim, Bad Soden und Hofheim, quer durch die Frankfurter Innenstadt bis zur Darmstädter Landstraße und von dort wieder zurück nach Sulzbach. Weniger konditionsstarken Skatern wurde die ebenfalls anspruchsvolle 35 km-Runde angeboten. Auf dieser Strecke rollten die Fahrer über Unterliederbach bis Hofheim durch verschiedene Städtchen direkt zurück ins Main-Taunus-Zentrum, ohne den Umweg durch die Frankfurter City zu nehmen. Die Verpflegungsstellen beider Strecken befanden sich in Eppstein und Sulzbach.
Nach dem Aufbruch der VeloTour-Fahrer fiel der Startschuss zur 1. Rhein-Main Skate-Challenge. Die Entscheidung pro Skater wurde nicht aus dem Bauch heraus gefällt, sondern im Vorfeld intensiv mit der Polizei, anderen Veranstaltern und auch Sportlern beider Lager beraten. „Gemeinsam sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass unter Berücksichtigung der Streckenführung, Straßenbreite und Logistik die Hinzunahme der Inlineskater möglich ist“, sagt Veranstalter Bernd Moos-Achenbach. Die schnellsten Inlineskater mischten sich nach einiger Zeit mit langsamen Radlern. Damit es bei Überholvorgängen nicht zu Kollisionen kam, war letztlich die gegenseitige Rücksichtnahme aller Teilnehmer gefragt. Mehr als eine Millionen Zuschauer am Streckenrand feuerten die Radfahrer und Skater dann gleichermaßen an.
Das Main-Taunus-Zentrum als Start- und Zielpunkt hatte sich bereits im letzten Jahr beim Jedermannrennen der Radfahrer als familienfreundlicher Veranstaltungsort bewährt. Neben einer Großbildleinwand, auf der das Rennen der Profis live verfolgt werden konnte, sorgten ein umfangreiches Bühnenprogramm und noch weitere Präsentationen für die Unterhaltung aller Mitgereisten. Sogar die Kleinsten konnten sich am 1. Mai messen: Beim kostenfreien „Kidsrennen“ trainierten sie für die spätere Teilnahme an der Rhein-Main Skate-Challenge.
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